Unsere Kollegin Malin war sechs Tage lang mit dem Rad rund um Zell am See unterwegs und hat dabei traumhafte Landschaften, abwechslungsreiche Touren und wunderschöne Radmomente erlebt.
Tag 1: Anreise nach Schüttdorf/Zell am See
Die Zugfahrt von Wien nach Zell am See verlief sehr angenehm und im Regionalzug von Salzburg nach Zell am See stimmte uns der Ausblick auf die (Vor-)Alpenlandschaft auf die bevorstehende Woche zwischen Zeller See und Bergen ein. Auch die Einfahrt in Zell am See bot einen spektakulären Ausblick – der Bahnhof liegt direkt am See.
Obwohl uns der See sehr lockte, nahmen wir erst mal den anderen Ausgang und den Bus zum Hotel. Bereits nach 10 Minuten waren wir beim Hotel Schütthof angelangt und wurden beim Check-in herzlich begrüßt. Nachdem wir alle wichtigen Infos und die Zell am See Sommerkarte sowie Guest Mobility Card erhalten hatten, wurden wir noch auf ein Begrüßungsgetränk eingeladen.
Nachdem wir den wunderschönen Ausblick vom Balkon unseres Zimmers auf die umliegende Bergkulisse genossen hatten, lud uns das herrliche Herbstwetter zu einem Spaziergang entlang der Seepromenade in die Altstadt ein.
Nach der Rückkehr per Bus ins Hotel bot uns das 5 Gänge-Menü einen ersten (Vor-)Geschmack auf das hervorragende Abendessen und Service, das wir für den Rest der Woche im Rahmen der Halbpension genießen würden.
Tag 2: Radtour nach Maria Alm und Saalfelden
Nachdem wir uns am reichhaltigen Frühstücksbüffet gut gestärkt hatten, holten wir unsere Leihräder samt Packtaschen und Lenkertaschen vom nur wenige Minuten entfernt gelegenen Radverleih ab. Nachdem uns die hilfsbereite Mitarbeiterin alles Nötige zu den Rädern erklärt hatte, gab sie uns noch die Nummer des Verleihs – für den Fall, dass wir eine Panne haben sollten, könnten wir sie kontaktieren und man würde uns ein Ersatzrad bringen.
Derart gut ausgerüstet führte uns unsere erste Radtour zunächst entlang des Zeller Sees. Schon auf den ersten paar Kilometern hielten wir mehrmals an, um Fotos vom See mit den umliegenden Bergen zu machen. Nachdem wir den Zeller See hinter uns gelassen und Schloss Prielau passiert hatten, ging es weiter Richtung Maria Alm – am gut beschilderten Tauernradweg und stets mit Blick auf das Steinerne Meer sowie auf zahlreiche weitere malerische Fotomotive wie saftige Wiesen, grasende Kühe und Esel, typische Pinzgauer Bauernhöfe mit reichem Blumenschmuck. Nach einer kleinen Runde durch Maria Alm mit seinem markanten spitz aufragenden Kirchturm ging es weiter nach Saalfelden, wo wir leider aufgrund unserer vielen Fotostopps zu spät ankamen, um den in der Tour inkludierten Voucher für das Lunchpaket mit regionalen Spezialitäten vom Saalachtaler Bauernladen einlösen zu können. Nachdem wir anderweitig eingekauft hatten, fuhren wir die wenigen noch verbleibenden Kilometer bis zum Ritzensee und verzehrten unsere Jause am Seeufer mit idyllischem Ausblick auf See und Berge.
Nach einer Runde Minigolf am benachbarten Minigolfplatz – inklusive Ausblick auf das Steinerne Meer und 80er Jahre-Retrocharme – traten wir die Rückfahrt nach Zell am See an. Nun mit Blick auf das Kitzsteinhorn erreichten wir bald wieder den Zeller See, dessen Westufer nun bereits im Schatten lag, weshalb wir über das Ostufer zum Hotel zurückkehrten. Mit unserer Zimmerkarte hatten wir auch Zugang zum Fahrradkeller des Hotels, wo wir unsere Räder abstellen konnten.
Tag 3: Radtour ins Fuschertal
Da für den heutigen Tag ab dem Nachmittag Regen angesagt war, wählten wir aus den Routenvorschlägen eine der kürzeren Radtouren aus und radelten ins Fuschertal. Nachdem wir Bruck an der Glocknerstraße passiert hatten, führte uns der Radweg entlang der Großglockner Hochalpenstraße und mit Blick auf die umliegenden Dreitausender bei dramatischer (Regen-)Wolkenstimmung nach Fusch. Schade, dass es bereits zu regnen begann – es hätte uns sehr gereizt, die Großglockner Hochalpenstraße noch ein Stück weiter zu fahren. So haben wir bereits ein (sportliches) Ziel für unseren nächsten Besuch in der Gegend: mit dem Rad auf den Großglockner.
Für dieses Mal geht es retour nach Schüttdorf mit einem kurzen Zwischenstopp im Zentrum von Bruck, um die schöne gotische Kirche zu besichtigen. Danach kamen wir gerade noch rechtzeitig im Hotel an, bevor es so richtig zu schütten begann. Den restlichen Nachmittag entspannten wir im hoteleigenen Wellnessbereich mit 2 Saunen, Dampfbad und Ruhebereich mit Blick auf die gegenüberliegende wolkenverhüllte Bergkette.
Tag 4: Radtour nach Kaprun + Kitzsteinhorn und Radtour nach St. Johann im Pongau
Nach dem Regen des Vortags war für diesen Vormittag im Tal noch Bewölkung angesagt, am Kitzsteinhorn zeigte die Webcam jedoch strahlenden Sonnenschein. Nach dem ausgiebigen Frühstück ging es also mit dem Rad durch den Frühnebel nach Kaprun zur Talstation der Seilbahn. Von der Seilbahn aus blickten wir schon bald auf die Wolken, die noch über dem Tal hingen. Als wir bei der Bergstation ausstiegen, stapften wir über den ersten Schnee der Saison – der gestrige Niederschlag ging hier oben auf 3029 m als Schnee nieder. Von der Aussichtsterrasse „TOP OF SALZBURG“ ließen wir den Blick in die Weiten der Bergwelt schweifen – Steinernes Meer, Leoganger und Loferer Steinberge, Karwendelgebirge, Zugspitze, Grossvenediger….
Während meine Schwester noch eine kleine Bergwanderung unternahm, entschloss ich mich zu einer weiteren Radtour. Wieder im Tal angekommen schien inzwischen auch dort die Sonne und es ging mit dem Rad nach Bruck. Entlang der Salzach radelte ich über Taxenbach, Lend und Schwarzach nach Sankt Johann im Pongau. Für das beständige Auf und Ab wurde ich immer wieder mit herrlichen Ausblicken – unter anderem auf die Tauern – belohnt. Am Tagesziel angekommen war ich froh, mit der Zug nach Zell am See zurückkehren zu können. So ging sich vor dem Abendessen auch noch ein kurzer Saunagang aus – dieses Mal sahen wir die Berge vom Ruheraum aus in der Abendsonne.
Tag 5: Radtour von Mittersill Richtung Krimml
Obwohl wir beide die Etappe des Tauernradwegs zwischen Mittersill und Krimml schon kannten, entschlossen wir uns, einen Teil davon nochmal zu fahren, da wir ihn so schön fanden.
Da zwischen Zell am See und Fürth/Kaprun wegen Sanierungsarbeiten ein Schienenersatzverkehr eingerichtet wurde, konnten wir erst in Fürth mit den Rädern in die Pinzgauer Lokalbahn einsteigen. Im Nachhinein waren wir darüber froh, da uns die kurze Radfahrt dorthin durch eine von mystischem Frühnebel verzauberte Landschaft führte. Während der Zugfahrt nach Mittersill löste sich der Nebel auf und wir konnten bei Sonnenschein entlang der Salzach radeln. Auch bei dieser Tour bot sich uns wieder ein wunderschönes Panorama mit teilweise schon leicht angezuckerten Berggipfeln. Auch wenn wir aus Zeitgründen nicht die gesamte Strecke bis Krimml fahren konnten, boten sich uns auf unserer letzten Radtour noch einmal zahlreiche Fotomotive.
Nachdem wir die Leihräder zurückgegeben hatten, wartete im Hotel bereits ein letztes Mal ein hervorragendes Abendessen auf uns.
Tag 6: Heimreise Zell am See – Wien
Nach dem Frühstück deponierten wir unser Gepäck am Bahnhof im Schließfach und gingen noch ein letztes Mal auf der Seepromenade spazieren, bevor wir nach einer Woche voller abwechslungsreicher Radtouren und wunderschöner Eindrücke wehmütig Abschied nahmen von Zell am See. Wir kommen sicher wieder – nächstes Mal vielleicht über den Großglockner😊
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