Mit Urban ans Donaudelta

Tag 1 – Anreise mit dem Nachtzug von Wien nach Bukarest

Am Abend beginnt die Reise ganz entspannt am Wiener Hauptbahnhof. Statt eines frühen Starts steigt man in den Nachtzug, der durch Ungarn in Richtung Rumänien fährt. In der Dunkelheit gleitet die Landschaft vorbei, während das gleichmäßige Rattern der Schienen eine fast meditative Ruhe erzeugt. Besonders eindrucksvoll ist die Fahrt durch die Karpaten – eine wilde, gebirgige Landschaft, die sich im ersten Morgenlicht majestätisch zeigt. Eine Reiseform, die entschleunigt und gleichzeitig angenehm effizient ist.

Nach der Ankunft in Bukarest bleibt noch Zeit für erste Eindrücke der rumänischen Hauptstadt. Der monumentale Parlamentspalast beeindruckt ebenso wie die lebendige Altstadt rund um die Strada Victorei. Zwischen prachtvollen Fassaden, sozialistischen Relikten und modernem Stadtleben entsteht ein spannender Kontrast, der Bukarest besonders macht.

 

Tag 2 – Weiterreise nach Tulcea

Gut ausgeruht geht es am nächsten Tag weiter in Richtung Donaudelta. Die rund fünfstündige Busfahrt von Bukarest nach Tulcea führt durch immer ursprünglichere Landschaften. Auch wenn die Straßen stellenweise holprig sind, sorgt der komfortable Bus für eine angenehme Reise.

In Tulcea angekommen, werden wir herzlich von der Crew empfangen. Ein gemeinsames Abendessen bietet den perfekten Rahmen, um die Mitreisenden kennenzulernen und die Gruppe zusammenzubringen. Für einen Teil der Gruppe klingt der Abend anschließend noch in einer kleinen Bar aus.

 

Tag 3 – Erste Radtour & Einschiffung in Sfântu Gheorghe

Der erste Radtag beginnt mit einem etwa 12 Kilometer langen Transfer über Landstraßen, bis der Verkehr spürbar nachlässt und die eigentliche Radstrecke beginnt. Die Fahrt ist geprägt von Weite, Natur und Ruhe – begleitet von einer beeindruckenden Vogelwelt entlang der Straße.

Am Ziel in Sfântu Gheorghe wartet bereits das Hotelschiff. Während einer stimmungsvollen Fahrt in den Sonnenuntergang wird das Abendessen serviert – ein besonderer Moment zwischen Fluss, Licht und Landschaft.

 

Tag 4 – Reise zum „Kilometer 0“ des Donaudeltas

Der Tag beginnt mit einer Schifffahrt tief ins Delta, bevor wir wieder auf die Fahrräder wechseln. Die Landschaft wirkt hier nahezu unberührt: ein Labyrinth aus Wasserarmen, Schilf und Kanälen. Pelikane, Reiher und Kormorane sind ständige Begleiter, ebenso wie gelegentlich wilde Pferde.

Das Mittagessen findet an Bord statt, bevor am Abend eine Fahrt mit dem Beiboot folgt – erstmals bis hinaus ins Schwarze Meer. Die Weite und das offene Wasser bilden einen eindrucksvollen Kontrast zum geschützten Delta.

 

Tag 6 – Golf von Musura & Sulina

Eine abwechslungsreiche Etappe führt durch einen Nationalpark, teils mit einem sogenannten „Safaribus“, bis zum Strand von Sulina am Golf von Musura. Dort gibt es eine kleine Führung durch das quirlige Fischerdorf, das spannende Einblicke in das Leben an der Mündung der Donau ins Meer bietet.

 

Tag 7 – Ruhetag an Bord

Ein Tag zum Durchatmen und Beobachten. Mit dem Beiboot geht es durch kleine Nebenarme des Deltas, möglichst nah an Flora und Fauna heran. Die Vielfalt ist beeindruckend: unzählige Vogelarten, schwimmende Vegetationsinseln und eine fast lautlose Naturkulisse.

 

Tag 8 – Radtour durch Dobrogea & orthodoxe Kathedralen

Noch einmal geht es mit dem Fahrrad durch die weite Landschaft des Deltas und der Region Dobrogea. Die Strecken sind abwechslungsreich, teils ruhig, teils von Schlaglöchern geprägt – manchmal fühlt es sich fast an wie eine kleine „Roubaix-Version“ durch Osteuropa.

Unterwegs beeindrucken prachtvolle orthodoxe Kirchen, oft reich verziert und überraschend monumental selbst in kleinen Dörfern. Nach einem Picknick erfolgt der Transfer zurück nach Tulcea. Kleiner Stopp bei einer Weinverkostung mit geräuchertem Fisch.

Am Abend bietet sich von einer Anhöhe ein weiter Blick über das Delta bis hin zur ukrainischen Grenze. Mit Fernglas und Teleskop lässt sich die enorme Vogelvielfalt besonders gut beobachten. Übernachtung in einem charmanten Gästehaus mit guter Küche und großzügigen Zimmern.

 

Tag 9 – Lagunenrundfahrt ab Tulcea

Zum Abschluss der Reise geht es per Bus und Fahrrad in die Nähe des Kap Dolosman. Die Etappe ist windig, aber kulturell sehr spannend: griechisch-römische Ausgrabungen und Ruinen zeugen von der langen Geschichte der Region.

Nach einem Picknick führt die Radtour entlang der Lagunen zurück nach Tulcea – ein letzter, ruhiger Abschnitt durch eine eindrucksvolle Landschaft.

 

Fazit

Die Kombination aus Nachtzuganreise, Stadtaufenthalt in Bukarest, Busfahrt ins Delta, Radetappen und Schifffahrten macht diese Reise besonders vielseitig. Die Mischung aus Bewegung, Natur und Kultur schafft intensive Eindrücke, die lange nachwirken. Das Donaudelta zeigt sich dabei als eines der letzten großen Naturparadiese Europas – ruhig, weit und voller Leben.

Sind SIe auf den Geschmack gekommen? Dann erfahren Sie hier mehr über unsere → Radreise mit Rad+Schiff am Donaudelta

 

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